Messemärkte Ausland     China
Drucken

Archiv

Wirtschaft

Die Volksrepublik China hat sich in den letzten Jahren zur viertgrößten Volkswirtschaft und drittgrößten Handelsnation der Welt entwickelt. Mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Inlandsprodukt von ca. 2.000 USD/Jahr bleibt es aber auch das weltgrößte Schwellenland.
Shanghai Nach wie vor steht China vor der gewaltigen Aufgabe, mehr als 800 Mio. Menschen, die auf dem Lande leben (56% der Gesamtbevölkerung), an die teilweise rasante wirtschaftliche Entwicklung an der Ost- und Südküste des Landes anzubinden. Damit hängt mehr als die Hälfte der Landbevölkerung in ihrer wirtschaftlichen Existenz von der Landwirtschaft ab.

Seit 2000 liegt das Wachstum des chinesischen BIP ununterbrochen bei über 10%. 2007 erreichte es den bisherigen Rekordwert von 11,4% und überstieg wiederum den Planwert von 7,5% des 11. Fünfjahresprogramms der KP China deutlich. Den größten Beitrag für das BIP leistete die Industrie mit 49%, der Dienstleistungssektor lag im letzten Jahr bei 39% und die Landwirtschaft bei 12%. Jedoch hat das große Wirtschaftswachstum auch seine Schattenseiten. Der Teuerungsindex stieg im Dezember 2007 im Vorjahresvergleich um 8,7%. Die Steigerung der Lebensmittelpreise um 50% hat die Bevölkerung dabei am härtesten getroffen. Deswegen hat die chinesische Regierung beschlossen, die Inflation zu bekämpfen und ein Wirtschaftswachstum für 2008 von max. 8% anzustreben.

Die wichtigsten Handelspartner Chinas 2007 waren die USA, Japan, Hongkong, Südkorea und Taiwan. Die Bundesrepublik Deutschland stand zwar an sechster Stelle, konnte jedoch als Handelspartner vor allen anderen Ländern in der Spitzeposition ein Wachstum um 20% verzeichnen. Im Vergleich mit den anderen EU-Staaten ist Deutschland der wichtigste Handelspartner. Die VR China ist der wichtigste Handelspartner Deutschlands in Asien und steht weltweit somit an 10. Stelle.

Bis vor wenigen Jahren dominierten chinesische Billigprodukte, wie Textilien, Spielwaren und Schuhe, den deutschen Einfuhrmarkt. Mittlerweile wandelt sich das Bild. Inzwischen importiert Deutschland verstärkt Büromaschinen, EDV-Geräte, Nachrichtentechnik, Fernsehgeräte und elektronische Bauelemente. Die deutsche Ausfuhr nach China macht überwiegend Maschinen, Autos, Fahrzeugteile und Elektrotechnik aus. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich der Außenhandel der Bundesrepublik Deutschland mit China von 2000 bis 2007 annähernd verdreifacht hat. Der Import aus China erhöhte sich von 18,6 Mrd. Euro auf 54,6 Mrd. Euro. Der Wert der deutschen Exporte nach China nahm im gleichen Zeitraum von 9,5 Mrd. Euro auf 29 Mrd. Euro zu.

Neben der wirtschaftlichen Komponente spielt die Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und China eine große Rolle. Die Schwerpunktbereiche sind der Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz. Erneuerbare Energien und Energie-Effizienz sowie nachhaltige Wirtschaftsentwicklung gewinnen einen immer größeren Stellenwert (Quelle: bfai, Deutsche Botschaft Peking).
Stand: 10/2008
Zum Anfang Nächste Seite
Deutsche Messewirtschaft
Bedeutung, Funktionen  [mehr]



MyFairs - der Messedaten-Manager für Ihr iPhone MyFairs - der Messedaten-Manager für Ihr iPhone


Copyright AUMA e.V.