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Wirtschaft
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Polens Wirtschaft erlebte 2010 ein Wirtschaftswachstum von 3,8 % mit einem BIP von ca. 354 Mrd. Euro. Mehr als 50 % des BIP werden im Dienstleistungssektor erwirtschaftet, ge-folgt von 20 % in der Industrie und nur 4 % in der Landwirtschaft. Des Weiteren bewirken kofinanzierte EU-Projekte im Infrastrukturbereich und der Energie- und Entsorgungswirtschaft sowie große Investitionen aufgrund der Fußball-Europameisterschaft 2012, dass es mit der Konjunktur aufwärts geht. Insbesondere die öffentliche Hand investiert verstärkt in Straßen, Sportstätten und Hoteleinrichtungen sowie Sicherheits- und Fernmeldetechnik. Abgeschwächt, aber dennoch im Plusbereich, blieb auch der Privatkonsum, der sich insbesondere auf einheimische Produkte konzentriert.
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Nachdem es 2009 in Polen merkliche Rückgänge im Im- und Exportwert in zweistelligen Bereichen zu verzeichnen gab, stieg im letzten Jahr der Import um 22 % (131 Mrd. Euro) und der Export um 20 % (117 Mrd. Euro). Der Anteil aller EU-bezogener Importe sank 2010 jedoch leicht von 62 % auf 59 %. Dennoch überstand Polen als einziges EU-Land die globale Wirtschaftskrise 2009 mit einem positiven Wirtschaftswachstum von 1,7 %.
Erhöht haben sich im letzten Jahr zudem die Importe aus Russland (+ 49 %), den USA (+ 36 %) und China (+ 25 %). Deutschlands Exportquote nach Polen stieg 2010 um 18 %, nachdem es 2009 merkliche Einbrüche u. a. im Kfz-Bereich (- 40 %) und im Maschinenbau gab.
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Wichtigster Handelspartner Polens ist Deutschland. Besonderes Augenmerk gilt Produkten der Informations- und Kommunikationstechnik, Chemie und Kfz. Im Gegenzug ordert Deutschland von seinem Nachbarn vor allem Zulieferteile für die Kfz-, Stahl-, Aluminium- und Eisenindustrie. Hervorragende Zulieferchancen bieten sich zudem für deutsche Technikanbieter, die z. B. klimafreundliche Geräte für die Kohleversorgung und erneuerbare Energien anbieten sowie Medizin- und Anlagentechnik (Quellen: Auswärtiges Amt, GTAI).
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Stand: 9/2011
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