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Wirtschaft und Politik
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Für die Region südlich der Sahara hat sich inzwischen die griffige, allerdings wissenschaftlich nicht ganz korrekte Bezeichnung "Subsahara" durchgesetzt. Sie erstreckt sich über West-, Ost-, Zentral- und das südliche Afrika. Inklusive Inselstaaten gehören 48 Staaten zu dieser Region.
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Über die Subsahara wurde seit 2007 in Deutschland recht umfangreich in den Medien berichtet, vor allem ging es dabei um die starke asiatische Nachfrage nach Rohstoffen und die wachsenden Geschäftmöglichkeiten mit dem afrikanischen Kontinent. Insbesondere China hat in den vergangenen Jahren seinen wirtschaftlichen und politischen Einfluss in der Region kontinuierlich ausgebaut und zeigt dabei wenige Berührungsängste. Sowohl die deutsche Politik als auch Institutionen der deutschen Wirtschaft, wie z.B. der BDI und der Afrika-Verein, ermuntern deshalb seit 2007 deutsche Unternehmen verstärkt zu mehr Engagement in der Subsahara und haben parallel dazu ihr eigenes Engagement für diese Weltregion erhöht. Während des deutschen Vorsitzes der G8-Staaten und der Präsidentschaft der EU wurde die Subsahara thematisiert. Wirtschaftsverbände organisieren verstärkt Wirtschaftstage, -gespräche und Delegationsreisen in diese und für diese Weltregion, mit wachsendem Interesse von Seiten deutscher Unternehmen.
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Vor allem die Länder mit reichhaltigen Rohstoffvorkommen bieten Geschäftsmöglichkeiten. Diesen Möglichkeiten stehen Risiken gegenüber, wie sie aus anderen Weltregionen in dieser Kombination und Häufung nicht bekannt sind. Das soziale Zusammenleben ist geprägt durch Stammesdenken und eines daraus nicht selten resultierende Korruptionsgefahr in Politik und Wirtschaft. Viele Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur kommen so nur mühsam voran. Diese Politik fördert auch soziale Spannungen.
Deutsche Unternehmen liefern vor allem Maschinen, Anlagen und Ausrüstungen nach Afrika. Zahlungsziele von 120 Tagen oder noch länger sind bei Lieferungen von Maschinen nach Afrika nicht selten. Zusammen mit den beschriebenen, wenig verlässlichen Rahmenbedingungen entsteht eine Risikosituation, die KMU auf sich allein gestellt nicht eingehen sollten. Die Bundesregierung bietet deshalb deutschen Exporteuren die Möglichkeit, ihre Auslandsgeschäfte beispielsweise über eine Hermes Kreditversicherung abzusichern. Der Umfang der Leistungen ist unter www.agaportal.de zu erfahren.
Mittlerweile sind Fortschritte erkennbar bei der Bekämpfung vieler Problemfelder wie falsche Wirtschaftspolitik, Dürre, andere Naturkatastrophen und Epidemien. Internationale Akteure wie die EU und die G8 unterstützen diese Prozesse, ebenso wie die an Bedingungen geknüpfte Entwicklungszusammenarbeit. Großzügige Schuldenstreichungen haben den Staaten der Subsahara eine weitere Last genommen.
Zur Unterstützung der notwendigen, aber auch mühseligen Reformprozesse in den Ländern wurde unter anderem der Fonds "Investment Climate Facility in Africa (ICF)" eingerichtet. Er soll die Rahmenbedingungen für wirtschaftliche Aktivitäten und Beschäftigung in Afrika verbessern. Die KfW Entwicklungsbank hat im Mai 2008 im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen Finanzierungsvertrag zugunsten des Fonds in Höhe von 10 Mio. Euro unterzeichnet. Darüber hinaus gibt es auch Anzeichen dafür, dass sich das auf dem Rohstoffverkauf basierende Wachstum langsam auch in der Privatwirtschaft niederschlägt. Wachstum schafft dann schnell Engpässe, z.B. im Transportsektor, weil die See- und Flughäfen nicht auf das Umschlagsvolumen ausgerichtet sind.
Je nach Blickwinkel, Interesse und Erwartungen lassen die bisher erzielten Fortschritte unterschiedlich optimistische Beurteilungen zu.
Stand: 8/2008
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