Wirtschaft
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Argentinien gehört zu den Ländern Lateinamerikas, die eine relativ ausgeprägte Messewirtschaft besitzen. Grundlage hierfür schaffen die rund 40 Mio. Einwohner des Landes, die 2009 ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von mehr als 310 Mrd. USD erwirtschaftet haben. Am BIP beteiligt sind nach Germany Trade and Invest (Wirtschaftsdaten kompakt Mai 2010) die verarbeitende Industrie mit 18,2 %, der Handel (12,3 %), Immobiliendienstleistungen (11,6 %), Bildung, Gesundheits- und Sozialdienstleistungen (9,3 %), Transport, Logistik und Kommunikation (8,3 %), Landwirtschaft, Viehzucht und Forstwirtschaft (7,5 %), die Bauwirtschaft (5,7 %), Finanzdienstleitungen (5, 7 %) und der Bergbau (3,7 %). Die relativ breit aufgestellte argentinische Wirtschaft schafft die Basis für Fachmessen.
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Das wieder erstarkte Interesse der deutschen Wirtschaft an Argentinien begründet sich in einer stabilen Wirtschaftsentwicklung der vergangenen Jahre. Dies war nicht immer so. Erwartungen in das Land wurden 1998 durch eine Wirtschaftskrise enttäuscht. Seit 2002 befindet sich die Wirtschaft auf einem gesunden Wachstumskurs. Von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise Ende 2008 wurde Argentinien allerdings auch nicht verschont. Die argentinische Volkswirtschaft war aber weniger betroffen als manche Volkswirtschaften in anderen Weltregionen, jedoch stärker als vergleichbare Länder Lateinamerikas. Nach einem Rückgang des Wachstums im Jahr 2009 (nach offiziellen Angaben der argentinischen Regierung auf nur noch 1 Prozent), wird für 2010 wieder ein deutlicheres Wirtschafts-Wachstum erwartet.
Marktpotential ist bei 310 Mrd. USD BIP vorhanden. Der Import ist von 57,4 Mrd. USD in 2008) auf 38,8 Mrd. USD in 2009 gefallen, der Export von 70 Mrd. USD auf 55,8 Mrd. USD. Das Krisenjahr 2009 ist als Referenzjahr nicht geeignet. Zur Einschätzung des zukünftigen Marktpotentials sind die Vorjahreswerte aussagekräftiger.
Die Hauptausfuhrgüter Argentiniens sind weiterhin landwirtschaftliche Produkte, aber auch vorwiegend in Lizenz gefertigte Automobile und Kfz-Teile, chemische Erzeugnisse, Erdöl, Eisen und Stahl. Haupteinfuhrgüter sind Automobile und Kfz-Teile, Maschinen, Anlagen, chemische Erzeugnisse; Elektronik, Brennstoffe, Metalle und Elektrotechnik.
Wichtigster argentinischer Handelspartner ist der Nachbar Brasilien: Von hier kommen 30,5 % der argentinischen Importe; 20,7 % der argentinischen Exporte werden dorthin geliefert. Deutschland ist mit 5,1 % das wichtigste europäische Lieferland. Exportbezogen gehört Deutschland mit 2,4 % zu den vier wichtigsten europäischen Ländern, die Waren und Dienstleitungen aus Argentinien beziehen - davor liegen die Niederlande, Spanien und Italien. 2009 bezog Deutschland Waren von rund 1,5 Mrd. Euro (2008: 1,7 Mrd. Euro) aus Argentinien und exportierte Waren und Dienstleistungen im Wert von 1,4 Mrd. Euro (2008: 1,8 Mrd. Euro) nach Argentinien.
Politischer und wirtschaftlicher Mittelpunkt des Landes ist Bunenos Aires mit 2,8 Mio. Einwohnern. Im direkten Einzugsgebiet der Bundeshauptstadt leben rund 13 Mio. Einwohner, das ist rund ein Drittel der argentinischen Bevölkerung. An diese Bevölkerungsstärke kommen die weiteren Großräume des Landes Córdoba (1,4 Mio. Einwohner) und Rosario (1,3 Mio. Einwohner) nicht heran. Rund die Hälfte der argentinischen Bevölkerung wohnt in Ballungsräumen mit mehr als 500.000 Einwohnern.
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Stand: 8/2010
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