Messemärkte Ausland     Sonderförderprogramme Erneuerbare Energien/Energieeffizienz

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Exportinitiativen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz


Nutzen, was die Natur uns bietet. Nicht erst seit dem Scheitern des letzten Klimagipfels in Kopenhagen ist saubere Energie aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft, Erdwärme und Biomasse in den Fokus der Stromerzeugung gerückt. Weltweit fördern Regierungen teilweise schon seit Jahren die Nutzung regenerativer Energiequellen. Deutschland hat hierbei eine Vorreiterrolle. Spitzentechnologien aus Deutschland sind überall gefragt und eröffnen insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen vielfältige Absatzmöglichkeiten. Neben den erneuerbaren haben aber auch energieeffiziente Technologien und Dienstleistungen "made in Germany" einen hervorragenden Ruf im In- und Ausland.
Genera Ein wichtiger Beitrag zur Unterstützung deutscher Spitzentechnologien in diesen Bereichen war im Jahr 2003 die Gründung der Exportinitiative Erneuerbare Energien, die auf einem Beschluss des deutschen Bundestages von 2002 beruhte. Im Juli 2007 startete ein weiteres Programm der Bundesregierung, die Exportinitiative Energieeffizienz. Beide Initiativen stehen unter der Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und haben die vorrangige Aufgabe, durch ein breit angelegtes Maßnahmenpaket die Absatzmöglichkeiten deutscher Unternehmen im Ausland zu verbessern. So werden im Rahmen diverser Exportfördermaßnahmen vor allem kleine und mittelständische deutsche Unternehmen bei der Erschließung von Auslandsmärkten unterstützt. Die Angebote reichen von Geschäftsreiseprogrammen der Auslandshandelskammern (AHK), Einkäufer- und Multiplikatorenreisen, Projektentwicklungsprogrammen bis hin zu einem jährlich aufgelegten Messeprogramm.

Eine der besten Möglichkeiten für den Markteinstieg bieten Messen. Auf Messen treffen sich die größten und wichtigsten Player einer Branche. Aussteller und Fachbesucher erhalten über einen kurzen Zeitraum einen Überblick über neueste Produkte, können sich austauschen und Geschäftskontakte knüpfen. Aus diesem Grund ist das seit 2003 unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministeriums aufgelegte Messeförderprogramm im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien ein hervorragendes Instrument der Außenwirtschaftsförderung. Mit der Gründung der Exportinitiative Energieeffizienz 2007 wurde das Messeförderprogramm um das Thema Energieeffizienz erweitert. Die Themenschwerpunkte sind Energieeffizienz in der Gebäudetechnik und der Energieerzeugung sowie bei industriellen Prozessen.

Seit der Erstauflage des Messeförderprogramms und Erweiterung um das Thema Energieeffizienz werden jährlich 20-25 Gemeinschaftsstände deutscher Unternehmen auf relevanten Auslandsmessen organisiert bzw. finanziell unterstützt. Die Gemeinschaftsstände treten unter dem Dach "made in Germany" auf, wobei die Anwendung des Corporate Design beider Exportinitiativen ein wichtiger Bestandteil ist. Neben der Präsentation deutscher Technologien auf Messen werden die Exportinitiativen durch flankierende Maßnahmen unterstützt. So finden auf Messebeteiligungen in Ländern, in denen beispielsweise die politischen und administrativen Rahmenbedingungen für den Einsatz erneuerbarer Energien und energieeffizienter Produkte noch nicht weit entwickelt sind, "Deutsche Tage" statt. Diese umfassen Vorträge deutscher Fachleute, die sich thematisch an der Messe bzw. den jeweiligen Ländern orientieren. In Ländern, die bereits mehrmals Ziel des Messeförderprogramms waren und in denen die Rahmenbedingungen weit entwickelt sind, werden auf dem Gemeinschaftsstand vorwiegend Exponate ausgestellt und vorgeführt. Etwa 20 Prozent des Programms 2010 machen mittlerweile Messebeteiligungen in Mittel- und Osteuropa sowie Nord- und Südamerika aus, mehr als 40 Prozent werden in Asien durchgeführt.
Stand: 4/2010
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Deutsche Messewirtschaft
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